„Die Chamäleondamen“

MaroVerlag, Oktober 2020
www.maroverlag.de

http://maro-v.de/chamaeleon

ISBN 978-3875124934

Edith, Marita, Ellie und Hanne – vier Frauen, vier Generationen, vier Lebenswege. Edith, Ende des 19. Jahrhunderts im Banat geboren, das zwar in Rumänien liegt, aber deutsch geprägt ist, verlässt in ihrer Hochzeitsnacht den Ehemann und flüchtet zu ihrem Geliebten. In den Nachwehen des Ersten Weltkriegs zieht sie Tochter Marita groß. Diese, wunderschön und von Männern umschwärmt, liebt neben der Freiheit nur den Einen – doch ausgerechnet der bringt sie hinter Gitter. Maritas Tochter Ellie wiederum zerreibt sich im Bestreben, es allen recht zu machen. Als ihr Mann die Ceaușescu-Diktatur nicht mehr aushält und nach Deutschland flieht, gibt sie ihr altes Leben auf und folgt ihm mit Tochter Hanne. Hanne ihrerseits entscheidet sich für eigene Wege und eigene Fehler, zieht der vermeintlich großen Liebe hinterher und stürzt schmerzhaft ab. Doch auch sie hat ein Kind, und um seinetwillen trotzt sie selbstbewusst allen Umständen – schließlich ist auch Hanne eine Chamäleondame.

Über mehr als 120 Jahre spannt sich der Bogen von der ersten bis zur letzten Mutterfigur. Feinsinnig poetisch und mitunter bitterkomisch erzählt das Buch in schlaglichtartigen Anekdoten eine vierfache Lebensreise vor historisch, geographisch und politisch wechselndem Hintergrund.

 

Auszeichnung vom Bayrischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst: „Bayerns Beste Independent Bücher 2020

Pressestimmen:

„Das hat Tempo, das hat Sog. Schlüsselmomente statt Geschwafel. Yvonne Hergane erweist sich als Meisterin der schönen Sätze.“ – Berhard Blöchl, Süddeutsche Zeitung

»Wenn die Welt […] eine gerechtere wäre: Ich bin mir sicher, über den Roman von Yvonne Hergane wäre landauf, landab gesprochen worden. […] wir [wären] uns einig, dass das ein grosser Roman ist. Weil er so unglaublich viel will, weil er in seinen besten Momenten vom Hundertsten ins Tausendste wechselt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, und weil er so viel über seine Figuren zu erzählen weiss. Weil er so dicht und zugepackt ist und weil er, trotz allem sprachlichen Übermut, in den wichtigen Momenten die richtigen Knöpfe drückt.« – Nick Lüthi, BookGazette

„Ein aufregendes Werk für diese Zeit.“ – Barbara Weitzel, Welt am Sonntag kompakt

„Die Chamäleondamen ist komplex und durch die ständigen Erzählwechsel nicht leicht zugänglich. Er bietet mit seiner mehrfach gebrochenen und letztlich zerrissenen migrantisch / postmigrantischen Perspektive ein fast durchgehend gestreutes Gefühl von Unbehaustheit. Nur durch Zusammenhalt, familiär und sozial, kann überhaupt eine Basis des Entgegentretens formuliert werden.“- Jonis Hartmann, Fixpoetry

»Die Beziehungsgeschichten zwischen Männern und Frauen, Müttern und Töchtern, Repression und Freiheit, Heimat und Fremde sind universell, zeitlos und amüsant. Ein wunderbares Lesevergnügen mit Tiefgang« – Halrun Reinholz, DAZ-Augsburg.de

„Lesern, die tagtäglich über ihr Schicksal seufzen, ist dieses Buch dringend empfohlen. Damen sollten es nicht zu hastig lesen – wegen möglichem Schluckauf beim Grinsen. Und Herren sollen sich nicht so anstellen – das Buch tut ihnen bestimmt auch gut.“ – Ortwin-Rainer Bonfert, Sätze & Schätze